Zwei Bäume für den Margaretenplatz

(Charly Foncken) Im Jahr 2024 stellte ein Linner Bürger den Antrag, auf dem Margaretenplatz zwei Bäume zu pflanzen. In der Begründung hieß es, dass an der Nord- und Südseite des Platzes jeweils sechs Linden gestanden hatten.
Bei der Neugestaltung des Margaretenplatzes wurde dieser zwar gepflastert, jedoch ohne Bäume. Als der Turnverein Burgfried Linn 1899 e. V. im selben Jahr sein 125-jähriges Bestehen feierte, entstand die Idee, auf dem ehemaligen Schulhof einen Baum zu pflanzen. Ein Ehrenmitglied des Turnvereins, das seit über 60 Jahren im Verein ist, erklärte sich bereit, im Namen des TVB Linn einen Baum zu spenden.

Zwei Bäume für den Margaretenplatz
Zwei Bäume für den Margaretenplatz

Ein weiterer Baum wurde von der Linner Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt gespendet – eine tolle Idee, für die wir uns herzlich bedanken möchten! Als man mit den Aushubarbeiten begann, die von den Linner Archäologen begleitet wurden, gab es einige Überraschungen. An dieser Stelle hatte über Jahrhunderte hinweg die katholische Kirche von Linn gestanden und um diese Kirche herum hatte sich der Begräbnisort der Bevölkerung befunden. Jetzt wurden einige Gräber tangiert und die Gebeine im neuen Linner Friedhof beigesetzt.
Als die Kirche im Jahr 1814 einstürzte, benutzte man die Steine für den Neubau der Kirche an der Rheinbabenstraße. Danach wurde im Jahr 1852 auch die heutige „Weiße Schule“ errichtet. Später kam die sogenannte „Rote Schule“ (1898) dazu. Die heute in der Platzmitte dominierende Eiche wurde 1888 gepflanzt, als Deutschland in jenem Jahr drei Kaiser hatte.
Durch diese Baumpflanzung wurde der Margaretenplatz deutlich aufgewertet.

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